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Beschreibung

Lipödem ist eine chronische Erkrankung des Fettgewebes.

Es betrifft hauptsächlich Frauen und führt zu Fettablagerungen an:

  • Hüften, Gesäß, Oberschenkeln und Beinen
  • Hände und Füße bleiben schlank

Die Fettzellen vergrößern sich, die Durchlässigkeit von Gefäßen steigt, und es kommt zu Entzündungen und Schwellungen. Die betroffene Stellen sind schmerzhaft.

Zu den Risikofaktoren zählen:

  • Pubertät
  • Schwangerschaft
  • Wechseljahre

Die Behandlung erfolgt konservativ oder operativ.

Lipödem

Fakten

  • Lokalanästhesie oder Vollnarkose
  • Eintägiger Krankenhausaufenthalt
  • Eingriff dauert 60–90 Minuten
  • Genesung in 2 bis 4 Wochen

Lipodem ist eine erbliche Erkrankung, die hauptsächlich Frauen betrifft. Lipödem steht nicht im Zusammenhang mit Übergewicht oder dem Lebensstil.

Es äußert sich durch die Ablagerung von Unterhautfettgewebe an Hüften, Gesäß, Oberschenkeln und Knieinnenseiten.

Die Fettablagerungen sind druckempfindlich (daher der Name Lipomatosis dolorosa). Betroffene verspüren ein Gefühl von Schwere, Druck und Spannung. Die unteren Extremitäten sind tendenziell kälter.

Fett lagert sich unverhältnismäßig nur in diesen Bereichen ab, während Hände und Füße nicht betroffen sind – so unterscheidet sich das Lipödem von Adipositas (Obesität) und Lymphödem.

Das vermehrte Fettgewebe drückt auf umliegende Strukturen, kleine Gefäße und Nerven. Es entsteht dauernde Entzündung, die erhöhte Gefäßdurchlässigkeit verursacht Schwellungen.

 

Viele Betroffene Patientinnen beschreiben:

  • schwere oder müde Beine (oft beim Stehen)
  • Druckschmerzen, Spannungsgefühl
  • Empfindlichkeit bei Berührung

Das Lipödem wird in Stadien (I–III) eingeteilt:

  • Stadium I:
    • Glatte Haut, Fettknoten gleichmäßig verteilt
  • Stadium II:
    • Ungleichmäßige Fettknoten, Knoten auf der Haut tastbar
  • Stadium II:
    • Ausgeprägte Fett- und Hautlappen, Verdickung der unteren Extremitäten 

 

Es gibt verschiedene Lipödem-Typen:

  • Typ 1: Becken, Hüften und Gesäß
  • Typ 2: Bereich vom Gesäß bis zu den Knien, mit Fettablagerungen an der Knieinnenseite
  • Typ 3: Vom Gesäß bis zu den Knöcheln (gesamte untere Extremität außer Fuß)
  • Typ 4: Auch die Schultern sind betroffen

Zur Behandlung des Lipödems werden konservative und operative Methoden eingesetzt:

  • Die konservative Behandlung besteht aus dem Tragen von Kompressionsstrümpfen und Lymphdrainage. Es wird empfohlen, das Gewicht auf einen optimalen BMI-Wert einzustellen.
  • Die operative Behandlung erfolgt mittels Fettabsaugung (Liposuktion).

Kompressionsstrümpfe müssen durchgehend (23 Stunden täglich) getragen werden. Wenn die Schmerzen auch nach einem Jahr regelmäßigen Tragens nicht nachlassen, sollte eine Fettabsaugung in Betracht gezogen werden (sie ist die einzige Methode, die das Volumen reduziert).

Lipödem gilt als Krankheit, daher übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten.

Eine Fettabsaugung dient jedoch ausschließlich der Korrektur schmerzhafter Körperpartien und nicht der ästhetischen Körperformung. Sie ist absolut ungeeignet zur Gewichtsreduktion.

Die Genehmigung für diesen Eingriff erfolgt durch eine Chefärzti /einen Chefarzt der ÖGK. Hierfür müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein – mehr dazu in unserem Artikel.