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Beschreibung

Botulinumtoxin (von einem Hersteller als Botox bezeichnet) ist ein Polypeptid, das Muskeln bewegungsunfähig machen kann.

Diese Funktion wird zur Korrektur von Gesichtsfalten eingesetzt, weil sich die mimischen Muskeln, die an der Gesichts- und Halshaut ansetzen, durch ihre Kontraktion (Muskelkontraktion) beugen und die Haut falten lassen. Nach der Ruhigstellung bilden sich die Falten zurück. Die Wirkung ist für etwa 3 Monate vorübergehend.

Botulinumtoxin (Botox)

Fakten

  • Keine Betäubung oder örtliche Betäubung
  • Ambulanter Eingriff
  • Behandlung dauert bis zu 30 Minuten
  • Genesung innerhalb eines Tages

Botulinumtoxin wird in der Regel sowohl bei Frauen als auch bei Männern mit Falten angewendet.

Weil die Muskeln nach der Anwendung gelähmt sind, kann Botulinumtoxin auch Falten vorbeugen. Weil es sich um ein Protein handelt, wird es im Körper absorbiert und abgebaut, sodass seine Wirkung nur vorübergehend ist.

Ideale Gesichtsbereiche zur Faltenbehandlung:  

  • Stirn
  • Nasenwurzel
  • Krähenfüße (Falten an den äußeren Augenwinkeln)

Allerdings kann Botulinumtoxin auch die Schweißdrüsen beeinflußen, weshalb seine Anwendung eine hervorragende Methode zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen in den Achselhöhlen, Handflächen und Füßen darstellt.

Botulinumtoxin kann mit Füllmaterialien (Hyaluronsäure) oder einem Fadenlifting kombiniert werden.

Die Anwendung erfolgt mit einer feinen Nadel und dauert etwa 10-15 Minuten. Nach dem Eingriff können Spuren von kleinen Einstichen zurückbleiben, die nach einigen Stunden verschwinden. Die Wirkung setzt nach 3 Tagen ein, die endgültige Wirkung tritt nach 2 Wochen ein und hält drei Monate an (während dieser 3 Monate bleiben die Muskeln gelähmt und wir können sie nicht willentlich kontrollieren). Der Rückzug erfolgt schrittweise.

Es ist nicht für alle Patienten geeignet. Kontraindikation zur Behandlung stellt folgende Fälle dar:

  • Myasthenia gravis
  • Schwangere und stillende Frauen
  • Bei Infektionen und Herpes der Lippen (Fieberblase) sollte der Eingriff verschoben werden.

Botulinumtoxin ist als „Wurstgift“ bekannt. Es ist ein von dem Bakterium Clostridium botulinum produziertes Toxin, das die Krankheit Botulismus verursacht. Menschen infizieren sich häufig durch den Verzehr von nicht ausreichend verarbeiteten Fleischprodukten (insbesondere Wurst).

Das Toxin blockiert die Übertragung von Nervensignalen an die Muskeln. Wird eine kleine Menge auf die Muskeln aufgetragen, führt dies zu deren Lähmung (die etwa drei Monate anhält) und glättet Falten im Gesicht (der Muskel entspannt sich und zieht die Haut nicht mehr), sowie reduziert das Schwitzen (die Aktivierung der Schweißdrüsen wird verhindert).

Botulismus entsteht durch eine allgemeine Vergiftung mit Botulinumtoxin. Symptome sind:

  • verschwommenes oder doppeltes Sehen, hängende Augenlider
  • Mundtrockenheit, Sprech- und Schluckbeschwerden
  • Schwäche der Gesichtsmuskulatur und deren allmähliche Ausbreitung vom Hals über Rumpf und Arme bis zu den Beinen.

Die Anwendung von Botulinumtoxin und die korrekte Dosierung sind daher ein medizinischer Eingriff, der nur von einem Arzt durchgeführt werden darf – die Haut wird dabei unterbrochen!