Elektromyographie (EMG)
Inhalt
Beschreibung
Die Elektromyographie (EMG) ist eine Untersuchung von Nerven und Muskeln. Man unterscheidet zwei Untersuchungsarten:
- 1. Stimulations-EMG (Nervenleitfähigkeitsmessung)
Bei dieser Untersuchung werden Elektroden auf der Haut platziert, die einen schwachen elektrischen Strom abgeben. Der Patient spürt ein leichtes Zucken des Muskels.
Diese Untersuchung misst, wie schnell und wie gut der Nerv Impulse weiterleitet.
- 2. Nadel-EMG (Muskeluntersuchung)
Eine dünne Elektrode (feine Nadel) wird in den Muskel eingeführt. Nach Abgabe eines schwachen Stroms wird die Muskelaktivität in Ruhe und bei Bewegung gemessen.
Fakten
- Ambulante Untersuchung
- Die Untersuchung dauert 20–40 Minuten
Eine EMG-Untersuchung dient der Diagnose von Muskel- und Nervenerkrankungen, zum Beispiel:
- Karpaltunnelsyndrom (Spinalkanalstenose)
- Radikulopathie – Nervenkompression durch einen Bandscheibenvorfall
- Polyneuropathie (und deren Ursachen, z. B. Diabetes, alkoholische Neuropathie)
- Muskelerkrankungen (Steifheit, Muskelschmerzen, Myopathien), neuromuskuläre Übertragungsstörungen (Myasthenia gravis) und motorische Nervenerkrankungen (ALS – amyotrophe Lateralsklerose)
- Nervenschädigung nach einer Verletzung
- Abklärung der Ursachen von Kribbeln in den Gliedmaßen, Krämpfen, Tics und Tetanie
Die Untersuchung findet ambulant statt und erfordert keine besondere Vorbereitung.
Es wird empfohlen, dass die Haut nicht zu fettig ist (daher bitte keine Creme oder Öl verwenden).
In manchen Fällen wird eine EMG-Untersuchung nicht empfohlen, da sie ein Risiko für den Patienten darstellen kann. Informieren Sie daher Ihren Arzt, wenn:
- Sie einen Herzschrittmacher tragen
- Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen
In solchen Fällen wird ein Neurologe prüfen, ob die Untersuchung durchgeführt werden kann.
