Knieprothese (Knie TEP)
Inhalt
Beschreibung
Das Knie (Kniegelenk) ist bei der Bewegung von großer Bedeutung, weil auf es das Gewicht des gesamten Körpers übertragen wird.
Die häufigste Ursache für eine Schädigung am Kniegelenk ist der mechanische Verschleiß des Knorpels (Gonarthrose), der bei Bewegungen zu einer Reizung der Gelenkinnenhaut führt. Bewegungen sind schmerzhaft, es kommt zu bleibenden Veränderungen im Knie und es bilden sich Knochenwucherungen (Osteophyten).
Die Kniestellung ist in O oder X verformt.
Das Kniegelenk kann auch durch Entzündungen (bei rheumatoider Arthritis, Gicht), Verletzungen oder Infektionen geschädigt werden.
Fakten
- Vollnarkose oder Spinalanästhesie
- Krankenhausaufenthalt für 7 Tage
- Der Eingriff dauert 2 Stunden
- Volllbelastung nach 3 Monaten
Ein Kniegelenkersatz wird durchgeführt, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten (Physiotherapie, Injektionsbehandlung, Elektrotherapie) oder andere Operationen (Arthroskopie, Mosaikplastik – Übertragung von gesundem Knorpel) dem Patienten nicht helfen können.
Künstliche Gelenkimplantate imitieren das eigene Gelenk. Der beschädigte Teil des Knies wird ersetzt (Teilersatz) oder das gesamte Gelenk wird ersetzt. Bei der Operation werden bewegungshemmende Knochenwucherungen (Osteophyten), geschädigte Menisken und Bänder im Knie angepasst, um das Gelenk zu stabilisieren.
- Beim teilweisen Kniegelenkersatz (interne oder externe Hemiarthroplastik) wird die beschädigte Seite des Kniegelenks ersetzt.
- Der Ersatz des gesamten Kniegelenks durch ein künstliches (TEP – totale Knieendoprothese) ist eine Operation, bei der beide beschädigten Gelenkflächen durch Metallimplantate ersetzt werden, zwischen denen eine Polyethyleneinlage eingesetzt wird, die die Reibung verringert.
Es werden drei Arten von Ersatzprothesen verwendet: Zement, Nicht-Zement (z. B. Titan) und kombiniert (Hybrid).
Gleich am ersten Tag nach der Operation wird mit der Physiotherapie begonnen, wobei zunächst die Bewegung des Knies und das Aufstehen trainiert werden.
Nach der Operation muss das Bein entlastet werden – es wird das Gehen mit Krücken geübt, was der Patient für 6-8 Wochen benötigt.
Der Patient erhält vom behandelnden Arzt eine Bestätigung des Implantatträgers (Ausweis) mit Informationen zum Implantat, die der Patient z.B. bei Flughafenkontrollen nachweisen kann.
